Workshops & Beratung


Herstellung von Kräuterauszügen



Zur Extraktion von Pflanzeninhaltsstoffen werden verschiedene Methoden angewendet. Diese machen sich an der Verwendung des jeweiligen Lösungsmittels fest. Außerdem beeinflussen Temperatur und Einwirkdauer sowie Bewegung und der Grad der Zerkleinerung den Auslös-ungsprozess. 


1. Methode: Auszug mit Pflanzenöl

Die entstandenen Kräuterauszüge mittels Pflanzenöl werden als Mazerate bezeichnet.

Zerkleinertes Kraut, Blüten oder Wurzeln werden mit kaltgepressten, sogen. Trägerölen ange-setzt. Verwendet werden beispielsweise Mandel-, Oliven-, Sesam-, Jojoba-, Distel- oder 

Traubenkernöl aus kontrolliertem Anbau. Vorzugsweise wird bei dieser Methode getrocknetes oder zumindest angewelktes Pflanzenmaterial verwendet, damit die Feuchtigkeit in der Pflanze keine Schimmelbildung im Öl entstehen lassen kann. Dieser Ansatz muss einige Wochen ziehen und täglich geschüttelt und bewegt werden.

 

Im Workshop zeige ich Ihnen unter anderem wie Sie das Auszugsöl zum Schluss am besten

filtrieren und bestmöglich lagern.

 


2. Methode: Auszug mit Alkohol

Die entstandenen Kräuterauszüge mittels Alkohol werden als Tinkturen bezeichnet.

Basis meiner Tinkturen ist entweder reiner Ethanol (96%iger Weingeist) oder eine Mischung aus Ethanol und pflanzlichem Bioglycerin/Hydrolat.  Zerkleinertes frisches Kraut, Blüten oder Wurzeln werden damit angesetzt und unter täglichem Schütteln ca. eine Woche dunkel gestellt. Danach wird abgefiltert.

Im Workshop erfahren Sie Einsatzkonzentrationen und die Berechnung von Verdünnungen auf andere %-Einheiten. Außerdem stelle ich Ihnen die Möglichkeit einer Turbo-Extraktion vor.

 

3. Methode: Auszug mit Wasserdampf

Meine liebste Beschäftigung ist das Destillieren, wobei der entstandene Pflanzenauszug als Hydrolat, Aquarom oder Pflanzenwasser bezeichnet wird. 

Zerkleinertes frisches Kraut, Blüten oder Wurzeln werden in einer Destille mit Wasserdampf 

durchströmt und wieder abgekühlt. Im Workshop arbeiten wir mit meinen Kupferdestillen und ich zeige Ihnen Aufbau und Anwendung.. 

Die entstandenen Hydrolate sind naturbelassen und behalten ihren natürlichen Gehalt an flüchtigen Komponenten, weil das ätherische Öl im Hydrolat bleibt und hier für feinen Duft und Haltbarmachung sorgt.

Hydrolate wurden lange Zeit als Nebenprodukte gehandhabt, die bei Gewinnung von äther-ischen Ölen anfielen und meistens weggeschüttet wurden. Zur Zeit kommen sie aber wieder aus diesem Schattendasein heraus und nehmen wegen ihrer sanften, heilenden und wohl-tuenden Wirkung an Bedeutung zu. 

Die Sonneneinstrahlung in der Eifel reicht zur Gewinnung von ätherischen Ölen nach meiner Erfahrung nicht aus, Hydrolate hingegen lassen sich hier sehr gut herstellen.

     

Aber Sie können selber feststellen, wie auf diese Weise ein Stück Sommer eingefangen wird und im Winter als "Dufterinnerung", z.B. in einer Duftlampe, im Zimmerbrunnen oder Luftbe-feuchter wieder hervorgeholt werden kann.

  


Mit Auszugsölen, Tinkturen und Hydrolaten lassen sich Pflanzeninhaltsstoffe bestens in nach-folgende Verwendungen einarbeiten:

                   - NaturKosmetik mit pflegender Wirkung

                   - HausApotheke mit medizinischer Wirkung

                   - Hausputzmittel mit reinigender Wirkung